Was ist Amazon PPC?
Bevor du Sellerwerk wirklich verstehst, hilft es zu wissen, wie Amazon-Werbung überhaupt funktioniert. Dieser Artikel ist für dich, wenn du noch nie eine Amazon-Anzeige geschaltet hast.
Die kurze Version
Amazon-Werbung läuft als Auktion. Käufer tippen einen Suchbegriff in Amazon ein — z.B. "edelstahl wasserflasche". Amazon entscheidet in Millisekunden, welche Anzeigen oben in den Suchergebnissen erscheinen. Diese Entscheidung ist eine Auktion zwischen allen Verkäufern, die auf diesen Suchbegriff gebucht haben.
Wie die Auktion abläuft
Du schaltest eine Kampagne und sagst Amazon: "Für den Suchbegriff edelstahl wasserflaschebin ich bereit, bis zu €0,80 pro Klick zu zahlen." Das ist dein Gebot. Drei Dinge passieren dann:
- Amazon sammelt alle Gebote für diesen Suchbegriff — vielleicht 50 Verkäufer bieten zwischen €0,30 und €1,50.
- Amazon prüft die Relevanz — passt dein Produkt zum Suchbegriff? Hat es gute Reviews? Konvertieren ähnliche Käufer? Ein schlechtes Match gewinnt nicht, auch wenn dein Gebot hoch ist.
- Amazon kürt einen Gewinner — die besten 4-6 Anzeigen erscheinen in den Suchergebnissen. Der Gewinner zahlt aber nicht sein Maximalgebot, sondern nur einen Cent mehr als der nächst-niedrigste Bieter (Vickrey-Auktion).
Was du tatsächlich zahlst
Du zahlst nur, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Impressionen (das Anzeigen deiner Anzeige in den Suchergebnissen) sind kostenlos. Daher der Name PPC = Pay Per Click.
Beispiel: Dein Maximalgebot ist €0,80, der nächste Bieter bietet €0,55 — du zahlst €0,56 für den Klick. Dein durchschnittlicher CPC (Cost Per Click) im Bericht zeigt diese tatsächlichen Klick-Kosten, nicht dein Maximalgebot.
Warum dein Gebot nicht alles entscheidet
Anfänger denken oft: "Ich biete einfach mehr und gewinne." Funktioniert nur teilweise. Amazon priorisiert Verkäufe pro 1.000 Impressionen. Eine Anzeige mit niedrigem Gebot, aber hoher Conversion-Rate kann eine Anzeige mit hohem Gebot, aber schlechter Conversion-Rate schlagen.
Das heißt für dich:
- Gute Reviews (4+ Sterne, 50+ Bewertungen) machen deine Anzeigen günstiger pro gewonnenem Klick.
- Klares Produktbild + Preis auf der Detailseite erhöhen Conversion und senken den CPC.
- Relevante Keywords (du verkaufst Wasserflaschen, du buchst Wasserflaschen — nicht Tassen) gewinnen die Auktion häufiger als irrelevante mit höherem Gebot.
Was Sellerwerk dabei macht
Sellerwerk schaltet die Anzeigen nicht für dich an oder aus — das machst du in Amazon Seller Central. Wir überwachen die Performance deiner laufenden Kampagnen und erkennen Probleme, die du sonst manuell suchen müsstest:
- Welche Keywords zu viel Geld ohne Verkauf ausgeben (blutende Keywords).
- Wo dein Gebot zu niedrig ist, um die Auktion überhaupt zu erreichen.
- Wo deine Kampagnen sich gegenseitig kannibalisieren (zwei deiner Kampagnen bieten auf den gleichen Suchbegriff).
- Welche neuen Suchbegriffe profitabel sind und du sie als permanente Keywords hinzufügen solltest.
Wir geben dir Vorschläge und — wenn du es willst — automatisierte Regeln, die nachts Aktionen ausführen (z.B. blutende Keywords pausieren). Jede Aktion ist im Audit-Log nachvollziehbar.
Drei Begriffe, die jetzt mehr Sinn ergeben
- Sponsored Products — die häufigste Anzeigenform. Eine Anzeige für ein einzelnes Produkt, die in den Suchergebnissen erscheint.
- Keyword— ein Suchbegriff, auf den du bietest. "Edelstahl Wasserflasche" ist ein Keyword.
- Match Type — wie genau dein Keyword mit dem tatsächlichen Suchbegriff übereinstimmen muss. Mehr dazu im Artikel Match Types — wann welcher.
Wenn du jetzt das Dashboard anschaust und dir bei einer Zahl unsicher bist: Glossar — 50 Begriffe erklärt jedes Akronym. Bei konkreten Fragen: support@sellerwerk.de.