Automatisierung verstehen
Automatisierungen in Sellerwerk folgen einem einfachen Muster: wenn eine Metrik einen Schwellenwert über ein Zeitfenster überschreitet, führe eine Aktion aus. Keine ML-Blackbox — nur lesbare Regeln.
Bestandteile einer Regel
- Ziel — was bewertet wird: Keyword, Anzeigengruppe, Kampagne, Suchbegriff oder ASIN.
- Bedingung — eine oder mehrere Metrik-Vergleiche, z.B. ACoS > 50% UND Ausgaben > 20€.
- Fenster — der Zeitraum für die Bewertung: 7, 14, 30 oder 60 Tage.
- Aktion — was passiert bei erfüllter Bedingung: pausieren, Gebot ±% anpassen, Budget ändern, als negativ setzen.
- Zeitplan — wie oft geprüft wird: bei jedem täglichen Sync oder nach definierter Cron-Regel.
Beispiel: Blutende Keywords pausieren
Ziel: Keywords auf Sponsored-Products-Kampagnen. Bedingung: Ausgaben ≥ 20€ UND 0 Sales in den letzten 14 Tagen. Aktion: Keyword pausieren. Zeitplan: täglich.
Die Regel ist streng beim Conversion-Signal und konservativ beim Volumen — sie pausiert keine Keywords mit nur 3€ Ausgaben, weil die Stichprobe zu klein ist.
Warum jede Aktion geloggt wird
Wir machen keine versteckten Aktionen. Jeder Automatisierungs-Write landet im Audit-Log mit Regelname, den auslösenden Werten und Link zur Amazon-API-Antwort. Jede Aktion kannst du am selben Tag aus dem Log rückgängig machen.
Zeitplanung und Fenster
Standardmäßig laufen Automatisierungen einmal nach dem täglichen Amazon-Sync (gegen 04:00 MEZ). Für zeitkritische Regeln — z.B. Prime-Day-Gebotserhöhungen — kannst du einen Cron-Ausdruck definieren. Wir empfehlen nicht öfter als alle 15 Minuten, um im Amazon-Rate-Limit zu bleiben.